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Kommunale Filme

Neues aus dem Kino - für die Zeit von 25. Juni bis 1. Juli 2009

© MEV
Liebe Kinofreunde!
Hier kommt wieder Ihr Programm für das Cinema Quadrat.

MAROKKO
Tangerine
DEU/MAR 2008. R: Irene von Alberti. D: Sabrina Ouazani, Said Bey, Naima Bouzid. 95 Min. OmU. FSK: ab 6
Tanger, Tor zwischen Europa und der islamischen Welt: Amira wird von ihrer Familie auf die Straße gesetzt, weil sie lieber Tänzerin werden will als verheiratet zu werden oder als Dienstmädchen zu arbeiten. Sie findet Unterschlupf in der Wohnung von Freundinnen, die ihren Lebensunterhalt als Prostituierte in den Bars von Tanger verdienen. Schließlich lernt Amira in einer Diskothek Pia und Tom, Musiker aus Deutschland, kennen. Es entspinnt sich eine vielschichtige Dreiecksbeziehung, in der Geld, Lügen und Prostitution zum Widersacher von Freundschaft und Liebe werden. Do 25.6. - Fr 26.6. & Mo 29.6., 19.30 Uhr

KROATISCHE KULTURTAGE

Kinder vom Berg Petrièek
SLO 2007. R: Miran Županiè. D: 95 Min. Kroatisch & Englisch mdU. Dig. Projektion.
Der bekannte slowenische Regisseur Županiè schildert die erschütternde Geschichte von Kindern, die mit ihren Eltern im Gefängnislager Teharje in der Nähe von Celje in Slowenien interniert werden. 1945 wurden die Kinder von ihren Eltern getrennt und ins Kinderlager Petrièek verschleppt. Die Eltern wurden ohne Gerichtsverfahren liquidiert. Niemand weiß, wo sie begraben wurden. Gezwungen, ihre bisherige Identität zu vergessen, sind die Wunden der Kinder bis heute nicht verheilt. Neun Überlebende aus Slowenien, Kroatien und Deutschland berichten heute, 60 Jahre danach, über die tragischen Ereignisse ihrer Kindheit. Nach dem historischen Roman "Geraubte Kindheit" des Autors und SWR-Redakteurs Ivan Ott, der selbst das Lager Petrièek überlebt hat.
Anschließend: Gespräch mit Ivan Ott Sa 27.6., 19 Uhr

GRINDHOUSE
Schwarze Messe der Dämonen - The Antichrist
ITA 1974. R: Alberto De Martino. D: Mel Ferrer, Carla Gravina. 112 Min. EOF. FSK: ab 18 Seit einem von ihrem Vater verursachten Autounfall in ihrem 12. Lebensjahr, bei dem ihre Mutter starb, sitzt Ippolita im Rollstuhl, paralysiert und unglücklich. Die hochintelligente und sehr sensitive Frau entwickelt nach einem Wachtraum Charakterzüge einer vom Teufel Besessenen und fängt an, ihre Umwelt zu terrorisieren, versetzt diverses Mobiliar in den Schwebezustand, dröhnt mit düsterer Männerstimme Obszönitäten. In der Familie gab es vor 400 Jahren einen ähnlichen Fall einer Frau, die sich mit dem Teufel paarte. Ein Bettelmönch macht sich schließlich an einen Exorzismus...

Die Tollwütigen - I Drink your Blood
USA 1971. R: David E. Durston. 83 Min. EOF. FSK: ab 18
Eine Gruppe satanischer Hippies hält in der Nähe eines Dorfes eine schwarze Messe ab, vergewaltigt eine Dorfbewohnerin und bezieht anschließend ein altes, leer stehendes Hotel in der kleinen Ortschaft. Als der aufgebrachte Großvater der jungen Frau die acht Hippies zur Rede stellen will, schlagen diese ihn zusammen und verabreichen ihm eine Dosis LSD. Sein Enkelsohn Pete mischt ihnen daraufhin das Blut eines tollwütigen Hundes unters Essen und die Hippies verwandeln sich in mordlustige Wahnsinnige...
Sa. 27.6., 21.30

FRANZ SCHÖMBS ZUM 100. GEBURTSTAG
Opuscula (1948), Die Geburt des Lichts (1957), Den Einsamen allen (1962)
Der 1909 geborene Mannheimer Künstler und Filmemacher Franz Schrömbs, später Mitglied der Künstlergruppe Mannheimer Quadrat, beschäftigte sich seit den 1930er Jahren mit der abstrakten Malerei. Sein spannendes Thema war die Umsetzung zeitlicher Abläufe und Bewegung in der bildenden Kunst. Auch den Film, für den Künstler eine neue Diktion der Malerei, nutzte er als Ausdrucksmittel für seine Betrachtungen zu Raum und Zeit.
Ein Abend zu Ehren des Mannheimer Malers und Filmers, in Anwesenheit von Fr. Schömbs. Dauer: ca. 90 Min. So 28.6., 19.30 Uhr

SCHILLERJAHR 2009
Schiller DEU 2005. R: Martin Weinhart. D: Matthias Schweighöfer, Robert Dölle, Barbara Auer, 90 Min. Digit. Projektion. FSK: ab 12
Auf zum "Schill-Out!": Wenn sich die Schillertage 2009 dem Ende zuneigen, darf man sich noch auf das ein oder andere Schmankerl zum Thema "Schiller" freuen: In unserem Fall natürlich auf einen Film, den man knapp mit "Fritz on the run" umschreiben könnte: Nach der erfolgreichen Aufführung seines ersten Bühnenwerks - "Die Räuber" - desertiert der Militärarzt Friedrich Schiller und flieht aus dem Herzogtum Württemberg. Am Hof- und Nationaltheater Mannheim versucht er, die Stelle des Hausdramatikers zu bekommen. Nicht nur dabei konkurriert August Wilhelm Iffland mit ihm: Auch als Verehrer von Katharina Baumann ist er sein Rivale. Weinhart schildert in seinem rasanten Film die Zeit, die Friedrich Schiller in Mannheim verbrachte (1783 - 1785) - ein filmisches Porträt, das Schiller nicht als etablierten Dichter, sondern als jungen Idealisten, als stürmischen, exaltierten Rebellen zeigt.
Di 30.6. - Mi 1.7., 19.30 Uhr


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