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Kaufhaus Sinn & Leffers: Made in Korea

In Kooperation mit der kestnergesellschaft


Vom 17. April bis zum 31. Mai 2009 präsentiert sich die Kunst Koreas in der groß angelegten Schau "Made in Korea" im ehemaligen Kaufhaus Sinn & Leffers. Korea ist 2009 Partnerland der Hannover Messe. Dank der vollen Unterstützung des Ministeriums für Wirtschaft und Wissen der Republik Korea wird ein breites Kulturprogramm veranstaltet, das die kulturelle Auseinandersetzung mit der Geschichte und der gesellschaftlichen Entwicklung Koreas reflektiert.

In Kooperation mit der kestnergesellschaft wird am 16. April 2009 die Ausstellung »made in korea« im ehemaligen Gebäude des Kaufhauses SinnLeffers eröffnet. In der Stadtbibliothek Hannover widmet sich eine Ausstellung der koreanischen Buchkunst. Wertvolle seltene Exemplare der koreanischen Buchdruckgeschichte und -gestaltung sowie verschiedene koreanische Kinderbücher sind zu bestaunen.

Ein weiteres kulturelles Highlight findet im Künstlerhaus Hannover mit der Filmreihe „Filmland Korea@Hannover 2009" statt. Gegenwärtige Tendenzen des koreanischen Kinos werden beleuchtet. Auf dem Programm stehen sowohl Filme bereits renommierter Regisseure, die als Hauptvertreter der koreanischen Filmkunst gelten, als auch neue Werke junger Filmemacher. Außerdem werden »Entdeckungskisten für Kinder« hergestellt, um deutschen Kindern Korea näher zu bringen. Sie enthalten Animationsfilme, Brett- und Computerspiele sowie CDs und Bücher. Weitere Informationen und das ausführliche Programm befindet sich auf der Website des Kinos im Künstlerhaus (www.koki-hannover.de).

Die Ausstellung »made in korea« hat den Anspruch, einen Überblick über zeitgenössische Kunst, aktuelle Fotografie und Design in Korea zu bieten. Der Titel der Ausstellung »made in korea« assoziiert die soziale Konnotation zwischen Kunst und Industrie. In »made in korea« werden alle Reflexionen über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft zusammengefasst, mit denen sich die auszustellenden Werke auseinandersetzen.

Die Ausstellung »Freizeit, eine verkleidete Arbeit?«, die sich mit zeitgenössischer koreanischer Kunst beschäftigt, ist Teil der Ausstellung »made in korea«. Im Mittelpunkt stehen Videokunst und Installation. Diese befassen sich mit der Problematik von Industrie und Gesellschaft sowie von Arbeit und Freizeit. Die Ausstellung richtet ihre Aufmerksamkeit auf die Veränderungen der koreanischen Gesellschaft seit 1992. Im Jahr 1992 ging in Korea die mehr als 30 Jahre lang das Land beherrschende Militärdiktatur zu Ende. Zum ersten Mal in der Geschichte Koreas entstand eine demokratisierte Gesellschaft mit einer Zivilregierung. Die ausstellenden Künstler sind seit den 1990er Jahren tätig und zeigen neue Aspekte der Kunstpraxis. Diese unterscheidet sich von der gesellschaftskritischen Kunst der Vergangenheit, die im Namen des politischen Engagements gegen die Unterdrückung und die Zensur der Diktatur Widerstand leistete. Die ausstellenden Künstler differenzieren ihr Interesse an den historischen Zusammenhängen der koreanischen Gesellschaft in verschiedene Themen wie das Ende des Kalten Krieges, Neo-Liberalismus, Globalisierung, rasche Wirtschaftsentwicklung, Feminismus und die historische Reflexion über die Modernisierung.

Die Fotoausstellung »Magische Momente: Korea Express«, die ebenfalls ein Teil von »made in korea« ist, strebt danach, koreanische Identitäten aufzuzeigen und gleichzeitig ein Profil der zeitgenössischen koreanischen Fotografie zu zeichnen. Der Untertitel »Korea Express« ist zweideutig: Einerseits präsentiert er Korea durch traditionelle koreanische Gefühlswelten und die Schönheit Koreas, andererseits drückt er auch die dynamische Seite koreanischer Gefühlswelten aus, indem er die unterschiedlichen Facetten der heutigen koreanischen Gesellschaft aufdeckt. »Magische Momente: Korea Express« spiegelt politische und gesellschaftliche Situationen, koreanische Menschen, koreanische Städtelandschaften und emotionale Landschaften sowie verschiedenartige Begegnungen und Fantasien. Die Fotografien zeigen einen Ausschnitt des Alltags innerhalb der Grenzen der koreanischen Gesellschaft. Sie offenbaren uns magische Momente, die die Phasen des Umbruchs der jüngeren koreanischen Geschichte durch reale Szenerien oder durch die Darstellung der mondänen Leben Einzelner einfangen. Der Betrachter begegnet inneren Blicken, die sich, trotz der tiefgreifenden Gesellschaftsumwälzung, ihre Nachdenklichkeit bewahrt haben.

Die Designausstellung »Die Kunst des Shoppings: Design für Koreas GmbH« innerhalb von »made in korea« widmet sich der Frage, welche Rolle Design in einer wirtschaftlichen Krise spielen kann. Die ausstellenden Designer präsentieren Produkte, die unter Berücksichtigung der besonderen Raumsituation im Kaufhaus SinnLeffers entworfen worden sind. Thematisiert werden dabei einerseits die Gewohnheiten und die Vorurteile, die beim Shopping unbewusst herrschen, andererseits der faszinierende Charakter des Shoppings. Außerdem soll die nicht-materialistische Beziehung zwischen Produkten und Kunden dargestellt werden. Die neun unterschiedlichen Designer-Gruppen versuchen die Bedeutung von »Design« neu zu interpretieren, wobei sie sich gemeinsam, wenn auch auf verschiedene Art und Weise, auf eine Verbindungskette zwischen Produkt, Konsum und Verkauf stützen.

Kostenlose Führungen:
mittwochs 16.15 Uhr
samstags 16.15 Uhr
sonntags 16.15 Uhr
Termine:
Do. 16.04.2009, 20:00 Uhr, Eröffnung
Fr. 17.04.2009 - 31.05.2009, 12:00 -19:00 Uhr, täglich außer montags
Ehemaliges Gebäude Sinn Leffers AG, Osterstraße 10, 30159 Hannover
VVK: Die Ausstellung kann kostenfrei von Dienstag bis Sonntag, an Feiertagen sowie am Montag, den 20. April von 12 bis 19 Uhr besucht werden. An allen anderen Montagen ist geschlossen.


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